Der Verein Mauern öffnen e.V.

Am 4. März 1997 wurde der Verein MAUERN öffnen e.V. gegründet. Ihm wurde die Trägerschaft für die Erwachsenenwerkstatt übergeben mit dem Zweck, die Entwicklung von Interessen, Neigungen und Befähigungen im Bereich der Bildhauerei bei Strafgefangenen und damit ihre Resozialisierungschancen zu fördern.

Unsere Bildhauerwerkstätten sind nicht nur Werkstätten, sondern auch Atelier, Übungsplatz, Gedankenschmiede, Gesprächsort, schlicht Orte, an denen man in Kommunikation mit Menschen tritt und eigenen Gedanken Ausdruck verleiht.
Unsere WerkstattleiterInnen und AnleiterInnen haben neben ihrem Hochschulabschluss eine fundierte handwerkliche Ausbildung.

MAUERN öffnen e.V. bringt die Aktivitäten der Bildhauerwerkstatt in eine breite Öffentlichkeit und hilft damit, die kulturelle Arbeit mit Strafgefangenen in der Gesellschaft zu verankern. Ansonsten finanziert der Verein sich über Spenden, Bußgelder, Kostenbeteiligungen der Projektnehmer, Verkäufe von Skulpturen und aus Mitgliedsbeiträgen.

Wir fördern zehn per Honorar beschäftigte KünstlerInnen, die Resozialisierung der jugendlichen und erwachsenen Gefangenen, die Vorbereitung von Langzeitarbeitslosen für den Arbeitsmarkt und last but not least die Kunst im öffentlichen Raum.

Unser Logo wurde die Rose auf der Schildkröte, eine Rose, die den emotionalen Panzer vieler männlicher Gefangener durchbricht und sie öffnet.

Unser Konzept

Die Bildhauerwerkstatt für Erwachsene wurde 2001 um eine Jugendwerkstatt erweitert.
Hier arbeiten bis zu acht Jugendliche mit Ton/Keramik, weil es ein schnelleres Medium ist und damit für ungeduldige, aber auch für Menschen mit kurzer Strafdauer besser geeignet. Die Jugendlichen werden uns von einer pädagogischen Fachkraft des Vollzugs entsprechend ihres Erziehungsplans zugewiesen.

Jugendliche Gefangene, die sich in keiner anderen Maßnahme integrieren können, landen nicht selten hier, wo sie eine letzte Chance bekommen, die Zeit ihrer Strafe sinnvoll zu nutzen. Mit wenigen Ausnahmen gelingt es, diese schwierigen Charaktere zu integrieren und ihnen erstmalig zu einer positiven Resonanz zu verhelfen.

Wir führen das auf unsere spezielle Situation zurück, mit KünstlerInnen zu arbeiten, ohne Aufsicht von Vollzugspersonal. Nicht selten verbergen sich hinter den Jugendlichen Menschen mit einer sensiblen Wahrnehmung. In dem geschützten Raum der Bildhauerwerkstatt können sie diese Fähigkeit nutzen, die sie draußen oft dazu bringt, zerstörerisch zu agieren.
Das gestaltende Arbeiten bietet ihnen die Möglichkeit, an Hand eigener Ideen, die sie gerne umsetzen wollen, zu lernen. Insbesondere werden die Konzentrationsfähigkeit und das Selbstbewusstsein, aber auch eine andere Teamfähigkeit gestärkt.
Auch die jugendlichen Gefangenen sind immer wieder in die Fertigung von Skulpturen für den öffentlichen Raum eingebunden.

Die Bildhauerwerkstatt für jugendliche Gefangene

Die Bildhauerwerkstatt für Erwachsene wurde 2001 um eine Jugendwerkstatt erweitert.
Hier arbeiten bis zu acht Jugendliche mit Ton/Keramik, weil es ein schnelleres Medium ist und damit für ungeduldige, aber auch für Menschen mit kurzer Strafdauer besser geeignet. Die Jugendlichen werden uns von einer pädagogischen Fachkraft des Vollzugs entsprechend ihres Erziehungsplans zugewiesen.

Jugendliche Gefangene, die sich in keiner anderen Maßnahme integrieren können, landen nicht selten hier, wo sie eine letzte Chance bekommen, die Zeit ihrer Strafe sinnvoll zu nutzen. Mit wenigen Ausnahmen gelingt es, diese schwierigen Charaktere zu integrieren und ihnen erstmalig zu einer positiven Resonanz zu verhelfen.

Wir führen das auf unsere spezielle Situation zurück, mit KünstlerInnen zu arbeiten, ohne Aufsicht von Vollzugspersonal. Nicht selten verbergen sich hinter den Jugendlichen Menschen mit einer sensiblen Wahrnehmung. In dem geschützten Raum der Bildhauerwerkstatt können sie diese Fähigkeit nutzen, die sie draußen oft dazu bringt, zerstörerisch zu agieren.
Das gestaltende Arbeiten bietet ihnen die Möglichkeit, an Hand eigener Ideen, die sie gerne umsetzen wollen, zu lernen. Insbesondere werden die Konzentrationsfähigkeit und das Selbstbewusstsein, aber auch eine andere Teamfähigkeit gestärkt.
Auch die jugendlichen Gefangenen sind immer wieder in die Fertigung von Skulpturen für den öffentlichen Raum eingebunden.

Die Bildhauerwerkstatt für erwachsene Gefangene

Die Bildhauerwerkstatt in der JVA Bremen besteht seit 1978 als Werkstatt für erwachsene Gefangene. Sie entstand im Rahmen der Gestaltung des Grüngürtels vor der JVA, zu der der Künstler Prof. Siegfried Neuenhausen männliche Strafgefangene hinzuzog. Diese Idee, mit Insassen für den „Außenraum“ zu arbeiten, war die Geburtsstunde der Bildhauerwerkstatt, die in einer geeigneten Halle untergebracht wurde. Wie in anderen Werkstätten einer JVA kommen die Gefangenen ab etwa 8 bis 16 Uhr zur Arbeit, mit einer Stunde Mittagspause auf der Zelle.

Die erwachsenen Insassen bewerben sich um den Arbeitsplatz. Die Arbeitszeit beträgt 34 Wochenstunden. Die Insassen erhalten die in Werkstätten übliche Entlohnung über die JVA. Der Verein stellt acht Arbeitsplätze zur Verfügung. 
Die KünstlerInnen stehen den Gefangenen unvoreingenommen gegenüber, weil die Delikte der Gefangenen für die künstlerische Arbeit keinen weiteren Belang haben.

Die für die Skulpturen verwendeten Materialien sind Holz und Stein. Die Arbeit mit diesen Werkstoffen bedingt einen langen Prozess. Das bedeutet eine sorgfältige Planung, die Entwicklung handwerklicher Fähigkeiten und viel kreative Denkleistung. Die Gefangenen entdecken neue positive Fähigkeiten und können diese in der Gestaltung weiterentwickeln. Der positive Erfolg hilft ihnen, die schöpferischen Kräfte den zerstörerischen entgegenzusetzen. Die Aufstellung von Skulpturen in den Stadtteilen erhöht die Lebensqualität der Bürger.

Die Außenwerkstatt

Im Jahre 2006 ging ein alter Wunsch in Erfüllung und der Verein konnte die Außenwerkstatt eröffnen, die sich inzwischen auf dem Außengelände der JVA befindet. Sie nimmt ehemalige Gefangene und Langzeitarbeitslose auf und bietet bis zu sechs geförderte Arbeitsplätze. Seit vielen Jahren arbeiten wir eng mit dem Jobcenter Bremen zusammen. Die Werkstatt wird im Wechsel von zwei KünstlerInnen geleitet.

Das hier erworbene Grundwissen ist fester Bestandteil aller handwerklichen Berufe und in verschiedenen „praktischen Berufen“ zu gebrauchen, ein wichtiger Faktor zukünftiger Qualifikation für den Arbeitsmarkt.
Neben der Arbeit an freien Skulpturen versteht sich die Werkstatt als Teampartner in der Entwicklung der Projekte und als Dienstleister der beiden inneren Werkstätten und der Kulturbehörde. Wir kümmern uns zum Beispiel um die Aufstellung von Arbeiten im öffentlichen Raum mit der dazugehörigen Anfertigung von Fundamenten oder dem Aufbau von Ausstellungen und sind z.B. beim Umbau von Ausstellungen in der Städtischen Galerie regelmäßig behilflich.
Wichtig ist uns der Erhalt und die Pflege unserer zahlreichen Skulpturen, die in allen Stadtteilen von Bremen aufgestellt wurden. Weitere Schwerpunkte sind die ca. vier Kunstprojekte für Kirchen, Kitas und Schulen, die wir jedes Jahr entwickeln und durchführen.

Das Referat „Kunst im öffentlichen Raum“ des Senators für Kultur, von dem wir finanziell gefördert werden und mit dem wir eng zusammenarbeiten, beauftragt uns regelmäßig, Kunstwerke zu pflegen, die nicht aus unserer Produktion stammen.

Projekte im öffentlichen Raum

Seit 2004 arbeiten wir zusammen mit gemeinnützigen Organisationen, insbesondere mit der Bremischen Evangelischen Kirche. Wir erarbeiten Konzepte für Innen- und Außenraumgestaltungen von Gemeindehäusern, Kindergärten usw., wobei wir uns inhaltlich an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Projektpartner orientieren. Das bietet unseren Skulpturen ein öffentliches Forum, den Insassen neue Inspiration sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen und den Einrichtungen einen Gewinn durch höhere und individuellere Gestaltung ihrer Gebäude.

Die Außenwerkstatt unterstützt die Umsetzung, indem sie die baulichen Notwendigkeiten wie die Herstellung von Fundamenten und den Versatz der Skulpturen übernimmt. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit wahrgenommen, die Nutzer einer Einrichtung wie zum Beispiel die Kinder einer Kita oder die Bewohner eines Heimes mit in die Produktion einzubeziehen.